Wussten Sie schon,...




..., dass es weltweit mehr als 200.000 verschiedene Algenarten gibt?

Die Biodiversität von Algen gilt als groß. Es wird geschätzt, dass zwischen 200.000 und mehrere Millionen Arten von Algen auf der Erde existieren, von denen bisher nur wenige bekannt sind und genauer erforscht wurden. Unterteilt werden diese in die, bis zu einigen Metern groß werdenden, Makro- und die im Mikrogrößenbereich angesiedelten Mikroalgen. Letztere bilden auch die Arbeitsgrundlage und den Forschungsschwerpunkt der Algenland GmbH.


..., dass Algen fast überall auf der Erde zu finden sind?

Als die Arbeitstiere der Primärproduktion leben Algen in nahezu allen Gewässern der Welt. Je nach Art und Gattung leben sie sessil und freischwimmend und sind sehr anpassungs- und widerstandsfähig. Sie bewohnen sowohl Süß-als auch Salz- und Brackwasser und ihre Habitate sind die kalten Gewässern der Polarmeere ebenso wie die heißen Geysire Islands. Spezialisten unter den Algenarten finden sich auch in den stark belasteten Abwässern von Abfalldeponien und Industrieanlagen sowie in den nährstoffüberfrachteten Zuläufen von Kläranlagen. Selbst (fast) lichtfreie Bereiche, wie die Decken und Wände alter Kriegsbunker, können Algen als Lebensraum dienen.


..., dass Algen mit klimaschädlichem CO2 „gedüngt" werden können?

Wie alle grünen Pflanzen, betreiben auch fast alle Arten von Algen Photosynthese. In diesem Prozess nutzen sie Sonnenenergie und CO2 und wandeln diese in Biomasse, Energie und Sauerstoff um. Eine Düngung mit CO2 angereicherter Luft, wie sie auch den großen Gewächshäusern für Paprika, Tomaten etc. in den Niederlanden durchgeführt wird, kann je nach Algenart den Aufbau von Biomasse beschleunigen und den Ertrag erhöhen.


...., dass sich Algen je nach Art bis zu 4 mal täglich teilen?

Die Fortpflanzung vieler Algenarten, insbesondere der Mikroalgen beruht auf dem Prinzip der Teilung. Je nach Art und Gattung können sich Mikroalgen unter optimalen Lebensbedingungen bis zu 4 mal täglich teilen. Dies ermöglicht ihnen große Mengen Biomasse in sehr kurzer Zeit zu produzieren. Diese Tatsache führt neben einer (fast) ganzjährigen Wachstumsperiode der Algen, dass Algen auf gleicher Fläache die Erträge herkömmlicher Kulturpflanzen wie Mais, Raps etc. um die 20 bis 30fache Menge übersteigen.


..., dass bestimmte Algenarten einen Ölgehalt von 50% aufweisen?

Im Zuge der Photosynthese bilden Mikroalgen sowohl komplexe Eiweißstrukturen als auch Lipide im Zellinneren. Insbesondere unter bestimmten Stressbedingungen wie beispielsweise Nährstoffstress, können diese eingelagerten Lipidtropfen je nach Algenart mehr als 50 % der Gesamtzellmasse ausmachen. Diese Lipide können dann, entsprechend der Öle und Fette traditioneller Energiepflanzen, extrahiert und zur Energieproduktion eingesetzt werden.


..., dass unserer heutiges Erdöl zu einem großen Teil aus toten Algen besteht?

Das heutige Erdöl in Europa ist vor rund 150 Millionen Jahren im Zeitalter des Jura entstanden. In dieser Zeit sanken Algen und andere im Wasser schwebende Kleinstlebewesen, das sogenannte Plankton, auf den Grund der Meere ab. Diese „Planktonfriedhöfe" sind, insbesondere wenn sie in Tiefen von mehr als 200 Metern angelagert sind, enorm hohen Druckbedingungen und (fast) sauerstofffreien Bedingungen ausgesetzt - grundlegende Voraussetzungen zur Bildung von Erdöl. Das tote organische Material bildet dabei den Ausgangsstoff zur Erdölentstehung.

 

 



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